Hollywood Kills (2007)

Hollywood Kills

Filmbeschreibung:

Wer hat noch nie davon geträumt sein Geld als erfolgreicher Hollywood Darsteller zu verdienen? Die vier Freunde James, Sarah, Vaughn und Chantelle allerdings hatten sich das Mitspielen in einem Film sicher ganz anders vorgestellt, denn auf einer vermeintlichen Privatparty erleben die Vier ihren wohl schlimmsten Alptraum voller Verzweiflung und Gewalt. Anfangs noch in dem Glauben sie würden es hier mit einem erfolgreichen Regisseur zu tun haben, der ihnen den Weg in das Berufsleben erleichtert und sie vielleicht für einen seiner Filme einsetzen möchte, werden die Freunde schon im nächsten Moment mit einem Betäubungsmittel außer Gefecht gesetzt und finden sich getrennt voneinander in verschiedenen Räumen wieder, in denen sie nun ums blanke Überleben kämpfen müssen. Und sich gegen ein bereits geschriebenes Drehbuch aufzulehnen, bringt den angehenden Darstellern nichts als noch mehr Schmerz und Leid, auch wenn in eben diesem Drehbuch ihr jeweiliger Tot bereits festgeschrieben steht. Zum Trailer

Filmkritik:

Es geht scheinbar doch immer noch ein Stückchen tiefer mit der deutschen Synchronisation und Hollywood Kills ist wohl der eindeutige Beweis für diese Tatsache. Kaum auszuhalten mit welcher nervigen und teils schrillen Stimme die Charaktere hier in der ersten Hälfte von Hollywood Kills untereinander agieren, bis man sich dann etwa ab Minute 40-50 endlich an diese seltsamen Stimmen gewöhnt hat und zumindest dazu in der Lage ist sie zu ertragen. Etwas merkwürdig ist zudem, dass anfangs immer wieder Stimmen aus dem Off zu hören sind und man diese, nachdem man die Akteure gerade einmal 10 Minuten kennt, kaum zuordnen kann. Zu diesem Zeitpunkt ist der Film allerdings dann auch fast schon wieder vorbei, denn mit einer Laufzeit von gerade einmal 80 Minuten ist Hollywood Kills auch nur ein Zeitvertrieb der etwas kürzeren Art, was dem einen oder anderen Zuschauer auch sicher ganz recht kommen mag. Nicht abstreiten lässt sich allerdings, dass Hollywood Kills trotz der sehr gewöhnungsbedürftigen Synchronisation, den Möchtegern-Darstellern in den Hauptrollen und der eher preiswert gestalteten Kulisse wirklich einiges an Potenzial besitzt. Die Idee für die Horror-Reality Show ist nämlich gar nicht einmal so schlecht, nur die Umstände sind eben denkbar ungünstig, um ein solches Grundgerüst glaubhaft und packend an den Betrachter zu vermitteln. Mitfiebern ist hier also nur dann angesagt, wenn man diese Tatsache der schwachen Aufbereitung verkraften und bewusst ausblenden kann. Gegen Ende des Filmchens wird es dann tatsächlich noch mal einigermaßen spannend und man beginnt sich zumindest ernsthaft die Frage zu stellen, wieso man aus einem solchen Plot nicht etwas mehr herausholen konnte – mögliche Erklärung hierfür dürfte wohl lediglich das äußerst knappe Budget von gerade einmal 200.000 Dollar sein, welches einfach nicht viel mehr Möglichkeiten für Hollywood Kills offen lässt. Etwas erinnert fühlte ich mich nach der ganzen Sache dann an einen anderen Low-Budget-Horror der auf den Reality Faktor gesetzt hat – dieser trägt nebenbei erwähnt den Titel The Task und kam mit einer Wertung von durchschnittlichen fünf Sternchen zumindest etwas besser weg als sein Genre-Kollege hier, der allerdings auch schon gute vier Jahre mehr auf dem Buckel hat.

Filme-Blog Wertung: 3/10

 

Gerne hätte ich an dieser Stelle auch die vier Sterne noch vergeben, doch eine gute Idee alleine ist eben nicht alles. In Hollywood Kills mangelt es massiv an der Umsetzung dieses soliden Konzepts und drei Sterne sind aufgrund der mangelnden schauspielerischen Leistung und den Mankos in Sachen Spannung sicher noch mehr als gerechtfertigt. Atmosphärisch gesehen ist hier zwar alles soweit vertretbar, aber ein paar düstere Gore-Scenes mehr hätten Hollywood Kills ganz sicher nicht geschadet, sondern eher gegenteiliges bezweckt. Wirklich packend bleibt wohl letztlich nur die Sexszene im Film und alles was zuvor Geschehen ist, oder an welchem Mann ist die Skalpell-Szene einfach so vorbei gezogen? Das Ende von Hollywood Kills lässt sich einmal mehr als 08/15 Bad-Ending bezeichnen und kann somit ebenfalls nicht mehr für Pluspunkte sorgen. Besonders suspekt erschien mir hier auch die Tatsache, dass – ohne hier einen Namen zu nennen – tatsächlich einer der Gefangenen frei kommt und sein Leben weiterleben darf. Alles in allem kann man nur hoffen, Hollywood Kills möglichst schnell wieder aus den Gedanken verdrängen zu können, um Platz für wirklich interessante und packende Horror-Reality Filmchen zu schaffen.

Filmfazit:

Hollywood Kills bietet ein wirklich solides Konzept, das leider an der Umsetzung scheitert. Die Rollen sind unglaublich preiswert besetzt worden und die Synchronisation vertreibt wohl auch den letzten neugierigen Betrachter. Besser einen Blick auf den Genre-Verwandten The Task werfen und sich zumindest etwas besser unterhalten lassen.

Filmtrailer:

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