Hereafter (2010)

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Filmbeschreibung:

Das Drama Hereafter begleitet 3 Menschen – die eigentlich nichts miteinander zu tun haben – eine Zeit lang in ihrem Leben, als die auf irgendeine Art mit dem Tod in Berührung kommen. Als die Junge Marie, während ihres Urlaubes mit ihrem Freund, Opfer einer Flutkatastrophe wird, erlebt sie eine Nahtod- Erfahrung, die ihr Leben auf den Kopf stellt. Völlig verwirrt quälen sie nun viele Fragen, die sie nun verarbeiten möchte, aber sie findet keine richtige Unterstützung und muss auch ihre bestehenden Beziehungen überdenken. Währenddessen quält sich George mit seiner Gabe, durch Berührungen einzelner Menschen, in Kontakt mit anderen Toten zu treten. Die Menschen, die ihn dafür bewundern, würden alles geben, um nochmal das Glück zu haben, doch George möchte ein normales Leben führen und wird erneut enttäuscht. Auch der Junge Marcus erleidet eine große Enttäuschung, als sein jüngerer Zwillingsbruder von einem Auto angefahren wird und kurz darauf stirbt. Als Marcus im Internet von George Fähigkeiten liest, versucht er ihn aufzusuchen und endlich Antworten zu erhalten und seinen inneren Frieden zu finden. Zum Trailer

Filmkritik:

Das Drama Hereafter ist auf einem Thema aufgebaut, das die Menschheit seit ihrer Existenz begleitet: Das Leben nach dem Tod. Einerseits sollte man jetzt meinen, dass Zuschauer, die sich mit diesem Thema schon näher auseinandergesetzt haben, Gefallen an ihm finden werden. Andererseits bietet Hereafter jedoch eine so allgemeine Idee vom Jenseits, dass man, anfangs sehr gespannt, hinterher nur noch aufstöhnen kann, über die, visuell oberflächlichen, Darstellungen. Die schauspielerische Leistung fand ich in diesem Film äußerst glaubwürdig und authentisch, was auch Matt Damon, der eine sehr gute Leistung dargelegt hat, beweist. An sich ist es auch deutlich, dass die Auftritte von Marie (Cécile De France), die einen der drei Handlungsstränge ausmachen, der Leitfaden für Hereafter sind. Man versucht sich dauerhaft in ihre Lage hineinzuversetzen, genauso wie man Interesse an George’s Gabe entwickelt, für die ihn Menschen verehren, die aber sein Leben hindert, in festen Fugen Halt zu finden. Lobenswert ist – meiner Meinung nach – der Einstieg in die verschiedenen drei Handlungsstränge. Obwohl z.B. die Tsunami Szene eigentlich schlecht animiert ist, überzeugt sie dann doch mit der Aktualität dieses Themas und der dazugehörigen Tragik. Auch die zwei anderen Schicksalsschläge werden ausreichend gefühlvoll und verlockend eingeführt. Was wirklich stimmig ist in Hereafter, war der Ansatz der Story. Was schenkt uns wirklich Hoffnung? Gibt es Etwas nach diesem Leben, wofür es sich lohnt zu kämpfen? Diese vielen Gedankengänge, lassen keinen Zweifel, dass Hereafter viel Stoff zum Nachdenken bietet. Was dann jedoch absolut unverständlich ist, bleibt die fehlende Spannung, die einer der Hautkritikpunkte ist. Dies mag vor allem dran liegen, dass Hereafter von Anfang an drauf abzielt, die drei Handlungsstränge, die an sich inhaltlich unheimlich viel zu bieten haben, zusammen laufen zu lassen und so Zielorientiert vorgeht, so dass diese vielen inhaltlichen Fragen einfach oberflächlich links liegen gelassen werden. So kam es dazu, dass ich nach dem Anfang des Filmes niemals das Gefühl hatte, wirklich gefesselt oder Überrascht worden zu sein, sondern eher mal daran dachte, einfach aufzuhören, denn Hereafter hat es zeitweise wirklich zu einem narrativen Stillstandmodus gebracht. So ist wohl sicher, dass dies einer der schlechtesten Streifen Eastwood’s – dieser ist eigentlich für seine brillanten Werke bekannt – ist. So bleibt wohl nur noch abschließend klarzustellen, dass Eastwood auf Eines sicher hinaus wollte, dass der Mensch seelische Ruhe und inneren Frieden suchen und finden will und dass wir alle ein Päckchen mit uns herumtragen, das uns diesen – in diesem Leben – erschwert.

Filme-Blog Wertung: 5/10

Hereafter hat vor allem durch die Langatmigkeit, in der Wertung viele Abzüge bekommen. Die fehlende Spannung macht sich nach den ersten zehn Minuten bemerkbar und wird im Laufe des Filmes wirklich unerträglich. Auch die vielen Fragen, die für die Umsetzung des Gesamtkonzeptes mehr als oberflächlich behandelt werden, sorgen dafür, dass der Film eine solide Grundbasis hat, aber sich umsetzungstechnisch nur äußerst grob auf eine eigene Aussage einlässt. Überzeugt hat mich die schauspielerische Leistung der Darsteller, bei denen Matt Damon besonders geglänzt hat. Auch, dass die einzelnen Handlungsstränge, die passend zu der interessanten Idee der Story, sehr viel anspruchsvollen Inhalt mit sich brachten, ziemlich gut eingeführt wurde ist sicher als positiver Aspekt zu nennen.

Filmfazit:

Das Drama Hereafter spricht vor allem durch eine solide schauspielerische Leistung und  interessante Handlungsthemen rund um den Tod, wie z.B: Umgang mit dem Tod an. Menschen, die sich keine Gedanken über diese Frage machen wollen, sollten aufgrund der fehlenden Spannung und der Langatmigkeit dieses Streifens lieber die Finger von ihm lassen.

Filmtrailer:

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