Hard Boiled Sweets (2013)

Hard Boiled Sweets

Filmbeschreibung:

Es gibt genau drei Dinge im Leben, für die es sich lohnt etwas zu tun. Weiber und Moneten. Das war einer der letzten Sätze, die Johnny kurz vor seiner Freilassung von seinem Zellengenossen zu hören bekommt. Doch was ist bloß diese verdammte dritte Sache? Um das herauszufinden gerät Johnny schon nach wenigen Minuten in Freiheit wieder auf die Schiefe Bahn und plant mit seinem alten Kumpel schnell den ganz großen Coup. Diebeiden wollen sich an der Kohle von Jimmy dem Gentleman – dem großen Boss der Stadt – bereichern, der in einigen Tagen aus geschäftlichen Gründen in der City etwas zu erledigen hat. Doch bei dem Vorhaben von Johnny und seinem Kumpel läuft einiges anders als anfangs erwartet, denn aus Freunden werden eben auch ganz schnell mal Feinde und die beiden waren bei weitem nicht die einzigen Gangster, die es auf den Koffer voller Geld abgesehen haben. Zum Trailer

Filmkritik:

Ein paar Nutten, ein Koffer voller Kohle und ein paar unspektakuläre Schießereien. In kurzer und prägnanter Form wäre das wohl die beste Inhaltsangabe zu Hard Boiled Sweets. Aber es gibt natürlich noch weit mehr in dem Streifen, für das es sich lohnt einzuschalten… Naja, zumindest ist das teilweise richtig, denn anfangs geht das ganze Geschehen wirklich nur sehr schleppend voran und der regelmäßige Blick auf die Restlaufzeit von Hard Boiled Sweets scheint nahezu unvermeidlich. Aber nachdem man dann nach einer gefühlten halben Stunde endlich mal alle Charaktere von Hard Boiled Sweets vorgestellt bekommen hat und sich der Film so langsam warm gelaufen hat, kann es ja endlich losgehen. Ein paar unvorhergesehene Wendungen schmücken ab gut der Hälfte des Films die anfangs noch sehr langwierigen Szenen aus und bewegen sicher den einen oder anderen Betrachter dann letztlich doch noch dazu, sich das gute Stück bis zum Ende anzuschauen. Man will ja schließlich noch die mysteriöse dritte Sache wissen, für die es sich lohnt etwas zu tun und an dieser Stelle kann man sich auch wirklich darauf verlassen, diese ganz bestimmte Sache am Ende von Hard Boiled Sweets zu erfahren (soll ja schließlich auch Streifen geben, die einen gut 90 Minuten auf die Folter spannen für nichts und wieder nichts…).  Hard Boiled Sweets allerdings hält zumindest in der Hinsicht sein versprechen und wird gegen Ende hin dann doch noch ein ganz passabler, wenn auch größtenteils wenig unterhaltsamer Gangster-Nutten-Streifen. Musikalische Untermalungen spielen hier keine tragende Rolle,was allerdings durch den gar nicht mal so schlecht anzusehenden Cast und die hin und wieder auch ansatzweise düster gehaltene Kulisse in Hard Boiled Sweets mal schnell in Vergessenheit gerät. Dennoch sollte man sich wohl besser zweimal überlegen, ob man sich wirklich 84 Minuten lang mit Hard Boiled Sweets vergnügen möchte oder eben nicht.

Filme-Blog Wertung: 4/10

 

Auf eine durchschnittliche Wertung von fünf Sternen schafft es Hard Boiled Sweets aufgrund der oben bereits erwähnten Startschwierigkeiten und dem eher mäßigen Unterhaltungswert leider nicht mehr und somit muss sich der eher dürftige Genre-Vertreter eben mit den etwas schwächeren vier Sternen vergnügen. Wer sich gerne ein paar Nutten ansehen möchte, die für ein bisschen Kohle mehr als nur ihr Frühstück in den Mund nehmen, der ist bei Hard Boiled Sweets zumindest ansatzweise richtig und kann sich nach gut 20 Minuten darauf freuen, dass der Film immer mehr auf die Sex-Sells-Schiene aufspringt, um nicht allzu viele Betrachter bereits in der Anfangsphase zu verlieren. Wer sich bei den zahlreichen Monologen allerdings auf massig Stoff zum Nachdenken und zum Miträtseln gefreut hat, der ist bei Hard Boiled Sweets wiederum an der völlig falschen Adresse. Außer einigen Intrigen und gegen Ende hin verstärkt auftretenden kleineren Handlungsumschwüngen, bietet einem das gute Stück nicht wirklich viel und stellt somit lediglich einen Film zum Ansehen und möglichst schnell wieder vergessen dar.

Filmfazit:

Mäßige Unterhaltung über schlappe 84 Minuten. Viel länger hätte Hard Boiled Sweets allerdings auch nicht dauern dürfen, denn bereits nach der ersten halben Stunde sollte jedem Zuschauer klar sein, auf was er sich bei dem Streifen einlässt. Nämlich auf seichte Storyline, gespickt mit ein paar standardmäßigen B-Movie-Elementen und einem immerhin ganz ansehnlichen Cast.

Filmtrailer:

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