Good Neighbours (2011)

Good Neighbours

Filmbeschreibung:

Die junge Louise ist Kellnerin in einem Chinarestaurant mitten in Notre-Dame-de-Grâce. Doch in dem eigentlich ruhigen Örtchen treibt schon seit längerer Zeit ein Serienkiller sein Unwesen, der es auf hübsche junge Frauen wie Louise abgesehen hat. Als dann auch noch eine Kollegin von Louise nach Schichtende in die Hände des Mörders gerät, ist die Angst umso größer und Louise bittet ihren gerade neu eingezogenen Nachbarn jeden Abend sie nach Hause zu begleiten. Nach einiger Zeit entwickeln die beiden starke Gefühle füreinander, was Louise’ Nachbar Spencer, neben dem sie schon eine ganze Weile wohnt, nicht zu gefallen scheint. Doch Spencer bleibt nicht viel mehr übrig als den beiden zuzusehen, denn er ist an seinen Rollstuhl gefesselt. Doch nach und nach wird klar, dass die Dinge nicht so sind, wie es anfangs scheint und das Louise und Spencer beide einige dunkle Geheimnisse haben und das nicht nur vor ihrem neuen Nachbarn, sondern auch vor der Polizei. Zum Trailer

Filmkritik:

Good Neighbours stand eigentlich gar nicht auf meiner Liste der Filme, die ich unbedingt noch sichten wollte, doch ich brauchte einfach mal etwas Abwechslung von den vielen Horror-Thrillern und Splatterfilmchen, die ich in letzter Zeit ausgiebig auseinander genommen habe. Da kam mir ein Drama gerade recht. Im Nachhinein jedoch muss ich sagen, dass Good Neighbours nicht gerade die Art von Drama war, die ich mir erhofft hatte, denn Spannung wird hier mehr als klein geschrieben. Der Zuschauer wird mit einem Geschehen konfrontiert, dass so eigentlich nicht gerade innovativ erscheint und doch weiß man im ersten Moment und auch gut bis zur Hälfte von Good Neighbours nicht recht, was man denn nun von diesem Streifen halten soll. Ganz strikt wurde sich hier an der etwas leeren Story von Good Neighbours entlang gehangelt und man hat als Zuschauer absolut nicht viel Sympathie für die sehr verwirrenden Figuren und deren Verhältnisse untereinander übrig. Hinzu kommen dann noch die immer wieder verwendeten Zitate, wie beispielsweise: “Wäre das Okay wenn ich mir einen Joint drehe” – “Das wär total OK”, oder auch: “Wo ist Louise?” – “Die spielt wahrscheinlich mit ihrer Muschi”, die das ganze Geschehen scheinbar etwas durch den Kakao ziehen sollen. Dieser mehr oder weniger humorvolle Touch sorgt zwar für etwas Abwechslung von der dahinsiechenden Story von Good Neighbours, ist aber letztlich auch mit Schuld daran, dass das Hauptproblem – nämlich ein frei umher laufender Serienkiller, der weiterhin ungestraft Morde an jungen Frauen verübt – ziemlich aus dem Blickfeld gerät. Weitergehend sollte man an dieser Stelle sicher auch erwähnen, dass die Suche nach dem Mörder nach etwas weniger als der Hälfte von Good Neighbours bereits beendet ist, nachdem Spencers ausgeprägte Muskulatur angesprochen wird, obwohl dieser ja eigentlich bereits seit längerer Zeit an den Rollstuhl gefesselt ist – Da kann ja irgendwas nicht ganz stimmen, oder? Ganz interessant wäre für mich die Beantwortung der Frage gewesen, welche Bedeutung denn nun die Katzen für Louise haben, da diese immer und immer wieder in diversen Szenen zu sehen sind und fast schon wichtiger werden als die Beziehungen der Nachbarn untereinander, man jedoch keine näheren Informationen darüber erhält. Zudem ist es auch Louise’ eiskalter Charakter, der zumindest bei mir diverse Fragen aufgeworfen hat und auch erst gegen Mitte des Films wirklich zur Geltung kam. Sich vorher ein Bild der jungen Kellnerin zu machen, dürfte sicher durchaus schwer fallen. Meiner Meinung nach hätte es völlig gereicht die Mordserie abzuhandeln und evtl. noch den einen oder anderen dramatischen Aspekt in Good Neighbours einzubauen, anstatt daraus gegen Ende eine nachbarschaftliche Verschwörung zu entwickeln, die erstens relativ simpel zu durchblicken ist und den Zuschauer auch nicht mehr an den Streifen fesseln kann als der Rest der Story. Schade eigentlich, denn hier wäre sicher einiges mehr an Potential umzusetzen gewesen.

Filme-Blog Wertung: 5/10

Mehr als fünf Sternchen sind leider nicht zu holen gewesen für ein durchschnittliches Drama, dass dem Zuschauer die Nachbarschaftsverhältnisse dreier Parteien aufzeigt, die in ihrem Alltag viele Geheimnisse voreinander hegen. Die Darsteller sind mit ihrer abgelegten Leistung in Good Neighbours nicht wirklich weit über dem Mittelmaß anzusiedeln, auch wenn die drei Protagonisten allesamt einiges an Schauspielerfahrung vorzuweisen haben – wenn auch in mehr oder weniger zweit- oder drittklassigen Streifen, wie beispielsweise Fanboys (Jay Baruchel) oder auch Anamorph (Scott Speedman). Die Story von Good Neighbours lässt an vielen Stellen ebenfalls sehr zu wünschen übrig und scheint in diversen Szenen einfach so gar nicht voranzukommen und das können auch die immer wieder verwendeten kleineren Gags oder deplatzierten Dialoge leider nicht verhindern. Erst sehr spät im Film gelingt es dem Betrachter dann doch noch hinter den Charakter der spielenden Figuren zu steigen und so langsam zu verstehen, was denn nun eigentlich die Beweggründe für deren Handeln darstellt.

Filmfazit:

Good Neighbours ist absolut kein Film den man unbedingt gesehen haben muss. Dennoch stellt er einen akzeptablen, wenn auch langatmigen Vertreter seines Genres dar, auf den man einen Blick werfen und sich selbst eine Meinung bilden kann.

Filmtrailer:

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