Girls Against Boys (2013)

Girls Against Boys

Filmbeschreibung:

Manchmal sind Männer eben einfach Schweine. Kaum sehen sie auf einer Party ein hübsches Girl, welches perfekt in ihr Beuteschema passt, helfen sie ein bisschen mit Alkohol oder sonstigen Betäubungsmitteln nach und machen die junge Lady schnell gefügig und zugänglich für all ihre perversen Sexphantasien. Doch im Falle von Shae scheint dieses Vorhaben nicht ganz so gut zu funktionieren. Kaum hat sich ihre Club-Bekanntschaft der letzten Nacht in sie verguckt, lässt besagter Kerl namens Simon ihr auch schon keine Chance mehr, seiner Begierde zu entkommen. Simon vergewaltigt Shae nur wenige Stunden später in ihrer eigenen Wohnung und sucht das Weite. Shae erstattet zwar schon am nächsten Tag Anzeige, doch wie man eben weiß sind die öffentlichen Behörden nicht gerade die schnellsten und lassen Shaes Fall links liegen, woraufhin die seelisch zermürbte Teenagerin ihr Schicksal mit der Hilfe ihrer neuen Freundin Lu in die eigene Hand nimmt, um all den Kerlen da draußen eine blutige Lektion zu erteilen. Zum Trailer

Filmkritik:

Girls Against Boys ist wieder einer dieser etwas schwierigeren Fälle des Rape’n’Revenge Thrillers. Nichts zuletzt wohl vor allem auch deswegen, weil Rape’n’Revenge nicht einmal alles zum Ausdruck bringt, worum es hinter der Fassade von Girls Against Boys eigentlich geht. Die Rache an sich gerät nämlich – so scheint es anfangs – ziemlich in den Hintergrund und konfrontiert wird der Betrachter zunehmend mit den seelischen Schäden und dem Charakterwandel der jungen Shae. Anders als in diversen Genre-Kollegen wie I Spit on Your Grave steht bei Girls Against Boys vor allem der Mensch und sein Verhalten an sich sowie seine Veränderungen in der Psyche im Vordergrund, anstatt des reinen Racheakts. Weniger Blut, dafür aber mehr Dialoge. Weniger Gewalt, dafür eine etwas mehr in die Tiefe gehende Storyline zeichnen diesen etwas anderen Rape’n’Revenge Streifen aus und machen ihn zu einem nicht allzu leicht zu bewertenden Vertreter des Drama-Thriller-Genres. Objektiv betrachtet ist Girls Against Boys ein recht netter Zeitvertreib, der sich zwar in der ersten halben Stunde extrem in die Länge zieht, danach aber interessierten Betrachtern durchaus gefallen kann. Das Geschehen ist ruhig. Nicht einmal nach der Vergewaltigung oder währenddessen kommt Schwung in die Sache und Girls Against Boys pendelt sich nur sehr langsam ein. Danach kommen ein paar unspektakuläre Racheszenen, eine – mal mehr, mal weniger – ansprechende Szenerie, die mit passenden Klängen untermalt ist und ein paar Schauspieler, die allesamt eine recht solide Leistung abliefern, die sich für einen Low-Budget Streifen wie diesen durchaus sehen lassen kann. Was die zunehmende Brutalität bei dem Mord am Vergewaltiger Simon allerdings bezwecken soll, nachdem man alle weiteren Beteiligten lediglich durch einfache Pistolenschüsse ermorden konnte und sich an ihnen nicht etwa eine grausamere Art der Genugtuung verschaffen wollte, bleibt fraglich. Und dann kommt noch die letzte halbe Stunde des Streifens dazu, die den einfachen Rape’n’Revenge Streifen zu einem Rape’n’Revenge & Revenge Streifen mutieren lässt und ihm einen  Großteil der zumindest anfangs noch vorhandenen Glaubwürdigkeit entzieht (auch wenn man getrost zugeben kann, dass die finale Szene zwischen Lu und Shae wirklich ziemlich nett anzusehen ist). Gut eine halbe Stunde lang versucht Girls Against Boys dann schließlich eine kleine Liebesgeschichte aufzubauen, die sich bereits nach der eigentlich Rache abspielt und sich somit auch nur schwer in den eigentlichen Handlungsverlauf und dessen Sinnhaftigkeit einordnen lässt. Alles in allem ist Girls Against Boys in meinen Augen ein gewagtes Projekt. Dem einen Zuschauer mag es gefallen, für die breite Masse ist der Film allerdings keineswegs DVD-tauglich und wirklich begeistert wird man letztlich auch als Genre-Fan nicht von dem Streifen sein.

Filme-Blog Wertung: 5/10

 

Durchschnittliche fünf Sterne gibt es für das etwas gewagte Projekt mit dem Titel Girls Against Boys. Stellenweise ist der Streifen durchaus nett anzusehen, doch über den Großteil der Laufzeit muss man sich doch irgendwie quälen, nicht schon nach der Hälfte der Laufzeit einfach einen anderen Film anzusehen und Girls Against Boys abzustellen. Die letzte halbe Stunde hätte man sich außerdem gänzlich sparen können und die hierfür aufgebrachte Zeit hätte mal wohl vielmehr für das Überarbeiten der restlichen Geschichte verwenden sollen. Die Darsteller, allen voran Danielle Panabaker (The CraziesJohn Carpenter’s The Ward, Freitag der 13.) in der Rolle der zermürbten Shae machen ihre Sache allerdings gut und werten die ganze Geschichte letztlich ein wenig auf. Musik, Bild & Ton sind ebenfalls in Ordnung, doch auch nach all diesen kleinen Pluspunkten will der Funke bei dem langlebigen Girls Against Boys einfach nicht so wirklich überspringen. Bleibt also wohl eher zu hoffen, dass uns eine vermeintliche Fortsetzung mit dem Titel Boys Against Girls erspart bleiben wird und man es bei diesem etwas anderem Vergewaltigungs-Drama belässt.

Filmfazit:

Um an Girls Against Boys wirklich Gefallen zu finden, sollte man sehr eng mit dem Rape’n’Revenge-Stuff verbunden sein. Ansonsten wird man von der Billigproduktion wohl eher enttäuscht als begeistert sein und sollte vielmehr zu etwas hochwertigeren Rachefilmchen wie I Spit on Your Grave oder The Last House on the Left greifen.

Filmtrailer:

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