Exam (2011)

Exam

Filmbeschreibung:

Acht Probanden die allesamt an einem Test teilnehmen. An einem Test, welcher ihr Leben grundlegend verändern könnte. Es geht um einen Job in einer der weltweit mächtigsten Firmen. Alles was ihnen noch im Wege steht, ist ein gemeinsamer Test, für den jeder von ihnen 80 Minuten Zeit hat. Doch für diesen Test gibt es ganz eigene Regeln. Es gibt nur eine einzige Frage, die es zu beantworten gilt. Wer den Raum verlässt wird disqualifiziert. Wer mit dem Aufseher oder dem Chef der Einrichtung zu reden versucht, wird disqualifiziert. Wer sein Blatt beschädigt wird ebenfalls disqualifiziert. Nun heißt es also als erster von acht Bewerbern die Antwort auf eine Frage zu finden. Eine Frage die ganz anders ist, als man vielleicht anfangs denkt und die Testpersonen bis zum äußersten treibt. Zum Trailer

Filmkritik:

Na wenn die Beschreibung von Exam sich mal nicht ganz stark an der Handlung von Experiment Killing Room orientiert. Okay, Exam macht zwar nicht damit auf sich aufmerksam, dass er auf einer wahren Begebenheit basiert, dennoch kann man die erste halbe Stunde auch durchaus mit seinem oben erwähnten „Nahezu-Vorgänger“ vergleichen. Nahezu in Echtzeit versuchen die acht Probanden vergeblich eine Antwort auf die ihnen gestellte Frage zu finden und ihr Verlangen in Besitz der Antwort zu kommen verändert ihre Denkweise grundlegend. Wie weit geht man, wenn man etwas wirklich von ganzem Herzen begehrt? Wo liegt die Grenze zwischen Realität und Alptraum? Genau diese tiefgründigen Fragen sind es, mit denen sich Exam zu beschäftigen scheint. Doch leider weicht der Exam auch des Öfteren von der eigentlich Suche nach der Antwort auf alle Fragen ab und beginnt damit, sich mit den Streitigkeiten der Probanden untereinander zu beschäftigen und deren Weg zu hinterfragen, der sie allesamt in diesen einen Raum gebracht hat. Der Drehort ist gewagt, keine Frage, aber dieses Experiment ist ganz sicher geglückt, denn auch wenn man als Zuschauer zusammen mit den acht Testpersonen und dem grimmigen Wärter ganze 101 Minuten in einem kleinen Raum verbringt, beginnt man immer wieder sich in die einzelnen Charaktere hineinzuversetzen und deren Handeln irgendwie nachzuvollziehen. Die Anspannung scheint an vielen Stellen unglaublich hoch aufgrund der Einengung, welche dem Betrachter in Exam widerfährt und dennoch verblasst die Spannung an vielen Stellen urplötzlich wieder und Exam legt zu diesen Zeiten kleine Ruhepausen ein, welche leider auch Konsequenzen nach sich ziehen. Der Film beginnt sich langsam zu ziehen. Schuld daran hat ganz einfach die leichte Überlänge von Exam, welche unglücklicherweise durch die große Menge an ungenutztem Potenzial zu einem luftleeren Raum verschmilzt, in welchem Exam hin und wieder einmal zu verschwinden scheint. Der Aha-Effekt am Ende des Films, oder sagen wir mal eher der Naja…-Effekt am Ende des Films sorgt zwar nicht für Begeisterung und hier hätte sich sicher auch einiges hätte verbessern lassen, doch alles in allem kann man Exam durchaus als gelungen bezeichnen und ich bin mir auch sehr sicher, dass die Einnahmen des Films – die vermutlich sehr gering gehaltenen – Produktionskosten um Längen schlagen werden. Glaubhafte Charaktere und die angespannte Atmosphäre spiegeln sich in der Wertung durchaus positiv wieder.

Filme-Blog Wertung: 6/10

Exam verdient sieben Sterne, bekommt aber lediglich sechs. Wie sich diese Aussage rechtfertigen lässt? Ganz einfach, Exam beinhaltet wirklich eine ganze Menge an Potential und könnte verwandte Filme wie Experiment Killing Room oder ähnliche um Längen schlagen, wenn er dieses dann auch wenigstens nutzen würde. Klar ist der Film im oberen Bereich der sechs Sterne anzusiedeln, doch ist es doch letztlich das Abkommen von der eigentlichen Geschichte durch das Beschuldigen und Verdächtigen der anderen Mitstreiter in Exam, was dem Film gehörige Abzüge einbringt. Auch die etwas notdürftige Erklärung am Ende war zwar unvorhersehbar und man hatte eine Menge Zeit sich seine eigene Antwort auf die gestellte Frage zu bilden, doch Exam dann so zu beenden? Ein Ende à la Cube, welches eigentlich gar kein wirklicher Abschluss ist, sondern lediglich eine kleine Information die dem Betrachter da ins Gehirn gebrannt wird. Ich denke hier hätte es durchaus zufriedenstellendere Alternativen für Exam gegeben. Dennoch überzeugen die Schauspieler mit einer durchaus passablen Leistung, welche sogar hin und wieder über die etwas zu lang kalkulierte Länge des Films und die dadurch resultierenden stilleren Szenen hinwegtäuschen kann. Letztlich ist also sechs Sterne die Antwort auf die einzige Frage, auf die es wirklich ankommt in diesem mysteriösen Streifen. 

Filmfazit:

Exam muss man nicht gesehen haben. Dennoch gibt es an dieser Stelle eine klare
Filmempfehlung meinerseits für den Film. Besonders für alle Zuschauer die gerne miträtseln oder bei Verschwörungstheorien gespannt mitfiebern, ist Exam genau das Richtige und wird Fans von Genre-Kollegen wie Experiment Killing Room oder No Exit begeistern können.

Filmtrailer:

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