Filmkritik: Dylan Dog – Dead of Night (2012)

Dylan Dog

Filmbeschreibung:

Es ist nun schon eine ganze Weile her, dass Dylan sich mit den dunklen Mächten und übernatürlichen Kräften herumschlagen musste, doch als sein bester Freund und Partner von einem der Unterweltwesen getötet wird, nimmt Dylan seinen alten Job als Vermittler zwischen Mensch und Höllenwesen wieder an. Egal ob Werwölfe, Vampire oder Zombies, Dylan kennt sie alle und weiß genau wo ihre Schwächen liegen. Doch Dylan hat die Rechnung ohne das sagenumwobene Herz von Belial gemacht, hinter welchem all diese besagten Unterweltwesen schon seit geraumer Zeit her sind, um sich die Kontrolle über den Planeten Erde unter den Nagel zu reisen. Ganz auf sich allein gestellt, muss Dylan nun seinen neusten Fall lösen und dabei seinen ermordeten Partner rächen, der ihm dank einiger Zombies schon sehr bald wieder bei seinen Ermittlungen zur Seite steht. Zum Trailer

Filmkritik:

Ja, Dylan Dog ist schon ein verdammt cooler Streifen. Unterhaltsam ist der Kerl im roten Hemd allemal und weiß besonders durch seine Eigenart zu überzeugen. Wobei man an dieser Stelle natürlich auch vermerken sollte, dass Dylan Dog ohne seinen Kumpel Marcus un dessen Scherze als lebender Toter, wohl nur halb so lustig wäre. Ziemlich gut vermittelt Dylan die Rolle des coolen Antihelden, der früher selbst ein Teil der dunklen Verschwörungen gewesen ist und sich nun gegen seine alten Bekanntschaften behaupten muss, um sich sein eigenes Überleben in diesem Horror-Mashup zu sichern. Werwölfe, Vampire, Zombies und andere Untote; alle sind sie mit von der Partie und müssen Dylans Ermittlungen standhalten, ohne durchblicken zu lassen, wer denn nun wirklich der Schuldige in Dylan Dog ist. Etwas in den Hintergrund gerät bei den ganzen Witzeleien und dem zu stark auf den Charakter fixierten Plot dann irgendwie die Handlung selbst, denn mit der Aufklärung des Falls geht es kaum voran und man kann auch ziemlich deutlich erkennen, dass es sich bei Dylan Dog im Prinzip um die Verfilmung einer Comicserie handelt, da die gesamte Storyline vielen Aneinanderreihungen einzelner Kapitel doch sehr ähnelt. Ziemlich enttäuschend ist es dann letztlich zu sehen, dass dieses ominöse Herz von Belial, welches der Dylan Dog und sämtliche Unterweltwesen verzweifelt suchen, um an die Macht zu kommen, so leicht gefunden werden kann und nicht einmal von irgendwem, oder wohl vielmehr irgendwas, bewacht wird. Alles in allem ist Dylan Dog dennoch ein ziemlich gelungener Streifen von der B-Movie-Stange, aus dem man noch einiges mehr hätte herausholen können, nein, sogar müssen, um dem Streifen etwas mehr Pepp zu verleihen und die kleinen Spannungseinbußen auszulassen und eine durchweg schlüssige und interessante Storyline zu kreieren. Eine deutlich bessere Wertung hätte hier in jedem Fall drin sein können.

Filme-Blog Wertung: 5/10

Ziemlich starke fünf Sterne gibt es für den Film aus der Unterwelt. Dylan Dog überzeugt den Betrachter mit seinem ganz ansehnlichen Konzept und kann durch die immer wieder eingebauten Witzeleien und seinen ziemlich üblen schwarzen Humor, immer wieder ein kleines Lächeln auf das Gesicht des Zuschauers zaubern. Die Animationen und Masken könnten natürlich um einiges besser gestaltet sein, vor allem wenn man mal einen Blick auf das Budget von satten 20.000.000$ wirft, doch scheinbar musste man dieses zwanghaft bei dem großen Finale am Ende von Dylan Dog verballern. Der Dylan Dog selbst überzeugt besonders durch sein unglaubliches hohes Maß an Sympathie und kann den Zuschauer bereits zu Beginn des Films voll und ganz auf seine Seite ziehen und mit seinem sicheren Auftreten von sich überzeugen. Zwar hebt sich das Filmchen durch seine Eigenart doch recht stark von seinen Genre-Kollegen ab, dennoch bleibt es im Gesamtkonzept einfach bei einer durchschnittlichen Wertung, die Dylan Dog aber keineswegs als langweilig oder trist darstellen sollen, auch wenn dem Streifen 10-15 Minuten Laufzeit nicht unbedingt geschadet hätten, um die kleinen Spannungslücken zu verhindern.

Comicverfilmung?!

Dylan Dog ist eine Comic-Figur aus der gleichnamigen italienischen Comicserie. Die Handlung der einzelnen Comicfolgen blieb hier immer relativ gleich und der Dylan Dog wurde stets als Skeptiker dargestellt, wenn es um übernatürliche Theorien oder ähnliches ging. Der Film Dylan Dog: Dead of Night flopte allerdings, nachdem er nicht einmal ein viertel seines Budgets mit den Einnahmen decken konnte und auch die Comics wurden wegen zu schwacher Verkaufszahlen im deutschsprachigen Raum als eher weniger erfolgreich deklariert.

Filmfazit:

Ziemlicher unterhaltsamer und cooler Horror-Comedy Mashup, der sich als B-Movie durchaus sehen lassen kann. Bei weitem nicht perfekt aber immerhin einen Blick Wert und eine prima Unterhaltung für langweilige Stunden.

Filmtrailer:

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