Filmkritik: Der Teufel trägt Prada (2006)

Der Teufel trägt Prada

Filmbeschreibung:

Andy, eine kluge Frau, welche sich nicht viel aus Mode macht, hat ein Vorstellungsgespräch bei dem Modemagazin Runway als zweite Assistentin der Chefredakteurin Miranda Priestly. Diese erweist sich als eiskalte Hexe und macht ihr das Leben schwer. Nicht zuletzt, weil Andy mit ihrer Mode alles andere als positiv auffällt. Mit der Hilfe Nigels, ebenfalls ein Angestellter bei Runway, kann sie sich allerdings beweisen und zeigt ihrer Chefin Miranda was in ihr steckt. Allerdings leiden darunter ihre privaten Beziehungen – Familie, Freundschaften und die Beziehung zu Nate, ihrem Freund. Und da läuft ihr auch noch der gutaussehende Journalist Christian Thompson über den Weg, der ihr den Kopf verdreht. Zum Trailer

Filmkritik:

Der Teufel trägt Prada handelt von einer jungen Frau, welche versucht sich mithilfe des Assistentenjobs bei dem weltberühmten Modemagazin Runway alle Türen in der Branche des Journalismus offen zu halten. Jedoch wird sie von ihrer Chefredakteurin terrorisiert. Meryl Streep in der Rolle der Miranda Priestly soll eine eiskalte, macht – und karrierebessesene und mitleidslose Frau spielen, die der Chefredakteurin der Vogue, Anna Wintour, nachempfunden worden ist. Allerdings scheitert Streep an diesem Befangen, da sie in dem Versuch Wintour gleich zu kommen ihre Authentizität verliert. Sie wirkt somit nur zweitklassig und lächerlich und der Zuschauer kann sie nicht in ihrer Rolle ernst nehmen. Anne Hathaway alias Andy spielt wie immer gut. Das süße, kluge und strebsame Mädchen verkörpert Hathaway gut, aber auch nicht sonderlich brilliant oder außergewöhnlich. Weitere schauspielerische Leistungen bewegen sich in einem guten Feld, aber es sind keine herausragenden Leistungen zu vermerken. Der Film Der Teufel trägt Prada zeigt des Weiteren eine Glitzerwelt mit wundervollen Schuhen, traumhaften Kleidern und tolle Taschen! Als Frau kann man nur dahin schmelzen… Die Story bleibt bodenständig und gewöhnlich, aber man kann sehen, welchen Druck die Zeitschriften und Medien auf die Modebranche und Designer ausüben können. Das Ende des Films zieht sich über Minuten um Minuten und erscheint dem Betrachter endlos. Vor allem stört das Happy End, in dem das eiskalte Monster Miranda doch noch herzlich und menschlich erscheint, als sie liebenswürdig schmunzelt. Dieses Schmunzeln zerstört den Zauber des Films, es macht die Rollenkonstellation kaputt und nervt. In diesem Moment wünscht man sich sehnlichst, dass der Teufel trägt Prada im Abspann endet. Die Musik stützt die Story sehr gut und ist passend eingesetzt worden. Auch die Kameraführung weist keine negativen Aspekte auf.

Filme-Blog Wertung: 6/10

Der Teufel trägt Prada ist ein gewöhnlicher Hollywoodfilm, ohne besondere Leistungen. Kameraführung und Musik unterstützen die Storyline, welche bodenständig bleibt. Die Schauspieler spielen ihre Rolle zumeist gut, wobei Meryl Streep in ihrer Hauptrolle der eiskalten Chefredakteurin versagt und den Film damit maßgeblich schadet. Das Ende zieht sich viel zu sehr und das damit in die Länge gezogene Happy End ist einfach schrecklich langweilig und nervtötend. Aus diesen Gründen verliert Der Teufel trägt Prada seine Sterne und landet bei sechs Sternen, die aber wohl verdient sind, durch gute Schauspielkünsten, gute Filmmusik und Kameraführung und einer bodenständigen Handlung. Auch die glitzernde Modewelt wirkt sich positiv aus und man staunt über die Pracht der Mode.

Info:

Die Rolle der Miranda Priestly ist der Chefredakteurin Anne Wintour nachempfunden. Sie leitet das weltberühmte und renomierte Modemagazin Vogue.  Ihre Meinung über Fashion wirkt sicht maßgeblich auf die Modewelt aus.

Filmfazit:

Anne Hathaway und andere Schauspieler spielen ihre Rolle recht gut, nur Maryl Streep versagt, indem sie eine zu distanzierte Figur verkörpert und sich somit nicht mehr mit ihr identifizieren kann. Story, Kamera und Musik stimmen miteinander überein. Der Teufel trägt Prada ist ein Film für Mädelsabende, bei denen man sich nicht sonderlich auf den Film konzentrieren muss, sondern sich leicht unterhalten lassen kann.

Filmtrailer:

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