Filmkritik: Choose (2011)

Choose

Filmbeschreibung:

Eine Entscheidung treffen, die das gesamte Leben grundlegend verändert. Vor genau diese Aufgabe stellt der Psychopath Nathan seine Opfer, welche er allesamt nach einem gewissen Schema aussucht. Nun gerät auch Fiona Wagner – junge Journalistin und Tochter des dienst habenden Polizisten im Fall Nathan – und muss mit Entsetzen feststellen, dass auch sie enger in die Mordserie verstrickt ist, als ihr lieb ist. Bereits vor ihrer Geburt schien auch Fiona’s Mutter die Bekanntschaft von Nathan gemacht zu haben, welcher auch sie vor eine grausame Entscheidung stellte, die sowohl ihr eigenes, als auch Fiona’s Leben stark beeinflusste. Nun gilt es für Fiona Nathan auf die Spur zu kommen und ihrem Vater bei den laufenden Ermittlungen zu helfen, bevor auch er in die Hände des eiskalten Killers gerät und eine Entscheidung treffen muss. Zum Trailer

Filmkritik:

An vielen Stellen munkelt man, Choose stelle eine Art neuen Saw Film dar. Grausamkeit, Verzweiflung und besonders die Entscheidungen der Charaktere machen zwar auch diesen Streifen zu einem kranken und diabolischen Horror-Thriller, jedoch gibt es auch einige Ungereimtheiten, die in Choose dafür sorgen, dass der Film keine wirklich Konkurrenz für Tobin Bell’s Meisterwerk darstellt. Ähnlich wie in dem vor noch gar nicht so langer Zeit erschienen Die! geht es auch hier um einen Kerl, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sich an seinen Peinigern aus der Vergangenheit zu rächen und diese vor eine wichtige Entscheidung zu stellen, die das jeweilige Leben der Person grundlegend ändern wird. Ähnlich wie in Die! geht auch Choose jedoch bereits nach kurzer Zeit die Luft aus. Ist der Betrachter anfangs noch wirklich an Choose gefesselt und verfolgt voller Spannung mit, wer wohl als nächstes dem skrupellosen Killer zum Opfer fällt, ist nach einem guten Drittel der Films die ganze Spannung dahin und es geht bloß noch um Ermittlungen, Nachforschungen und noch mehr Recherche, wer nun der Täter sein könnte und nach welchem Muster dieser seine Morde vollzieht. Letzteres wird in Choose zwar relativ ausführlich – wenn auch nicht gerade spektakulär – aufgeklärt, jedoch bleibt auch hier sicher fraglich, wieso man Choose dann letztlich doch noch mit einem Open-End in der breiten Masse der billigen Horror-Streifen zurück lässt. Besonders die Besetzung der Hauptrolle ist es jedoch, die in Choose einiges wieder gut macht und wirklich zu überzeugen weiß. Katheryn Winnick hat bereits einiges an Schauspielerfahrung auf dem Buckel und kann sich auch in Choose behaupten und versinkt nicht nutzlos im Hintergrund, wie es die meisten ihrer Schauspielkollegen in Choose leider Gottes tun. Viel mehr gibt es zu Choose leider auch nicht mehr zu sagen, denn etwas wirklich Einzigartiges stellt der Film keineswegs da und somit weiter zur Wertung.

Filme-Blog Wertung: 5/10

 

Abzüge gibt es in Choose ins Besondere für die Langatmigkeit, welche die Story nach verblassen des ersten Drittels schnell mit sich bringt. Die schauspielerische Leistung ist in Choose zwar in Ordnung, jedoch ist es auch im Prinzip nur Hauptdarstellerin Katheryn Winnick, die wirklich auf sich aufmerksam machen kann und das Mitgefühl im Betrachter weckt und für sich gewinnt. Die Story an sich ist Filmen wie Die! und Saw ähnlich, überbietet ersteren und unterbietet letzteren jedoch um Längen. Krimi-Fans wird Choose sicher begeistern können, denn gute zwei Drittel des Films bestehen lediglich daraus, dem Täter auf die Spur zu kommen und dessen Motiv zu durchschauen. Durchschauen, das ist wohl auch eines der großen Worte in Choose, denn der Film ist wirklich unglaublich durchsichtig und nahezu jede Szene lässt sich nach ein wenig Nachdenken vorhersehen, was ebenfalls für einen starken Abfall des „Fesselfaktors“ führt. Gute Kameraführung und eine gekonnt umgesetzte szenische Gestaltung sorgen letztlich doch noch für den einen oder anderen Pluspunkt. Jedoch sind es auch besonders die vielen eher leeren Stellen in Choose und auch die wenigen Todesszenen, mit denen der Film im Trailer und auch im Intro auf sich aufmerksam zu machen versucht, die nicht gerade überzeugend herüber kommen und somit eher für Enttäuschung beim Zuschauer sorgen werden. Gleiches gilt hier für das dämliche Ende, welches absolut deplatziert vorkommt, sorgt noch für Abzüge, womit sich letztlich eine durchschnittliche Wertung von fünf Sternen rechtfertigen lässt.

Filmfazit:

Entscheide dich! Sieh dir Choose an oder schau dich nach einem anderen Streifen um. Empfehlen kann ich diesen Film nur wirklichen Krimi-Fans. Auch wenn dem Film schnell die Spannung ausgeht, ist er dennoch zumindest auf kurze Zeit unterhaltsam und wird einige wenige Betrachter für sich gewinnen können.

Filmtrailer:

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