Boogeyman – Der schwarze Mann (2005)

Boogeyman

Filmbeschreibung:

Seit seiner Kindheit fürchtet sich der mittlerweile ins Teenageralter gekommene Tim vor dem Monster in seinem Schrank. Tims Vater sei damals weggelaufen und habe die Familie zurückgelassen, so erzählt man sich, doch Tim kennt die Wahrheit über die Dinge die sich vor nun 15 Jahren in seinem alten Zuhause ereigneten, denn er war hautnah dabei, als das Wesen aus dem Schrank seinen Vater tötete und mit in eine andere Welt nahm. Tim hat die ganze Sache bis heute nicht verarbeiten können und nun ist auch zu allem Übel noch Tims Mutter gestorben. Das alte Zuhause der Familie soll nun auf Vordermann gebracht und schließlich verkauft werden, doch zuvor will Tim noch eine letzte Nacht in dem Haus verbringen, um seinen Erinnerungen und Ängsten ein für alle Mal ein Ende zu bereiten. Zum Trailer

Filmkritik:

Die Story, welche Boogeyman zu Grunde liegt erinnert sehr an den erst vor kurzer Zeit erschienenen Film Hidden – Lass die Vergangenheit ruhen – denn auch dort wurde nach dem Tod der Mutter das alte Zuhause aufgesucht, um die schreckliche Vergangenheit zu verarbeiten. Doch Boogeyman bietet dem Zuschauer noch so einiges mehr an etwas zähem Stoff, denn dem Monster im Schrank, vor dem sich auch im Real-Life viele Kinder fürchten, wird Leben eingehaucht und der schreckliche Rachefeldzug auf den jungen Tim nimmt seinen Lauf. Besonders die Schockmomente in Boogeyman sind es, welche sich wirklich sehen lassen können, doch leider kommen diese dann doch etwas zu selten zum Einsatz und schaffen es nicht den Film durchweg spannend zu gestalten und den Betrachter wirklich stark an Boogeyman zu fesseln. Auch wenn eine gewissen Grund-Gruselstimmung von Beginn an geboten ist, muss man auch betonen, dass der Wechsel von Schockszene, zu ruhiger – und alles andere als bedrohlicher – Szenerie hier leider etwas zu unglaubwürdig eingesetzt wurde. Doch wie sieht es mit den Darstellern aus? Schaffen die es, den Betrachter von Boogeyman in ihren Bann zu ziehen? Mit Ausnahme von Protagonist Barry Watson kann man dies nicht gerade von sich behaupten, denn wirklich viele andere Darsteller bekommt man nicht wirklich oft zu sehen und selbst wenn, sind sie innerhalb der nächsten Minuten schon wieder von der Bildfläche verschwunden. Doch wie bereits erwähnt kann Barry Watson diesen eher negativen Aspekt etwas ausbeulen; trotz seinen krankhaften Panikattacken und der Art, wie er seine Freundin behandelt, schafft er es durchgehend den Sympathieträger in Boogeyman zu verkörpern und wirklich abschalten, bevor man weiß ob Tim sein Ziel erreicht und eine Antwort auf all die Geschehnisse findet, kann man dann doch nicht so wirklich. Schließlich wäre dann noch der heftige Showdown im Film zu erwähnen, der zwar total übertrieben daher kommt, wenn man als Zuschauer von Boogeyman wirklich glauben soll, dass sich der Protagonist plötzlich durch, ja, Raum und Zeit bewegt, dann wird das sicher nicht jedem Betrachter recht sein, nicht zuletzt deshalb, da Boogeyman zuvor noch eine gewisse Seriosität an den Tag legen konnte und nun mit dahergelaufenen Übertreibungen sämtliches wirkliches Grusel-Feeling über den Haufen wirft. FSK 16 an dieser Stelle absolut gerechtfertigt, denn Blut fliest im Film nahezu keins, auch wenn dies zum Anheben der Zuschauerzahl sicher nicht verwerflich gewesen wäre.

Filme-Blog Wertung: 4/10

 

Mehr als vier durchschnittliche Sterne sind für Boogeyman leider nicht zu holen, denn auch wenn Protagonist Barry Watson für einen guten Ausgleich sorgt und schauspielerisch sicher am meisten zu überzeugen weiß, gibt es hier, mal abgesehen von den leider zu selten vorkommenden aber dafür wirklich guten Schockszenen kaum etwas, was den Betrachter und Genre-Fan wirklich bei Laune hält. Die musikalische Untermalung in Boogeyman drängt sich nicht zu sehr in den Vordergrund und ist dennoch ganz passend verbaut worden und das besonders in den etwas ruhigeren Szenen des Films. Abzüge gibt es weitergehend allerdings für die nicht gerade starke Storyline von Boogeyman, die nicht mehr zu bieten hat, als die Verwirklichung einer gruseligen Kindheitsgeschichte, die jeder Betrachter sowieso schon kennt – das gute alte Monster im Schrank muss an dieser Stelle wohl auf seine Ausbeute von mehr als vier Sternen verzichten. Unerklärlich sind mir an dieser Stelle auch die 20 Millionen Dollar, die für die Produktion verballert wurden, denn zu sehen bekommt man hiervon in Boogeyman nur wenig – an spektakulären Momenten fehlt es dem Film fast völlig.

Der schwarze Mann:

Boogeyman ist gleichzusetzen mit dem uns vermutlich allen bekannten schwarzen Mann, über den sich in Amerika wohl ab dieser Filmreihe noch deutlich mehr Geschichten erzählt werden als zuvor.

Filmfazit:

Für Genrefans stellt Boogeyman sicher eine Enttäuschung da, doch ansehen kann man sich den Film in jedem Fall man, denn wie so oft kann ich mir bei diesem Streifen gut vorstellen, dass sich einige wenige Menschen wirklich für den Film begeistern können, auch wenn dies keineswegs auf die breite Masse zutrifft.

Filmtrailer:

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