Black Swan (2011)

Black Swan

Filmbeschreibung:

Black Swan erzählt die Geschichte der jungen Ballerina namens Nina Sayers, welche es auf die Doppelrolle in einer Neuauflage des Ballettspektakels Schwanensee abgesehen hat. Dabei steht ihr jedoch nicht nur ihre Konkurrentin Lily im Wege, sondern auch ihr eigener Charakter, welcher in Black Swan einen unglaublichen Wandel durchlebt. Das Streben nach absoluter Perfektion sorgt letztendlich dafür, dass Nina gegen all ihre Prinzipien verstößt und den Wandel vom weißen in den schwarzen Schwan auch in ihrem privaten Umfeld vollzieht, was jedoch ungeahnte Folgen für sie, ihre Mitmenschen, und den Rest ihres Lebens mit sich bringt. Es beginnt ein packender Konkurrenzkampf gegen Nina’s eigenes Ich. Zum Trailer

Filmkritik:

Black Swan: Bei diesem Titel werden sicher besonders die männlichen Betrachter denken, dass es sich mal wieder um einen der zahlreichen Tanz- oder Ballettfilme handelt, was jedoch auf diesen Film in nahezu keinster Weise zutrifft. Zwar besteht der Film besonders zu Beginn aus sehr vielen dieser Szenen, die jedoch mit dem Verstreichen einiger Minuten nachlassen und in eine hochkarätige Thriller Atmosphäre umgewandelt werden. Einige kleine Horror-Szenen hat der Film ebenfalls zu bieten, wobei er durch diese eher noch Punkte verliert anstatt welche gutzumachen, denn von einer guten Umsetzung oder Anwendung dieser Szenen kann man hier leider nicht sprechen. Ein kleines Zwischenfazit würde sicher lauten: Sehr viel Psycho, viel Thriller, ebenso viel Sex, mäßige Spannung die sich jedoch im Laufe des Films stark verbessert, und eher schlechte Elemente, welche man versucht hat, aus dem Horror Genre zu übernehmen. Besonders überzeugen konnte mich der Wandel der Protagonistin vom weißen in den schwarzen Schwan, den sie nicht nur auf der Bühne, sondern in ihrem gesamten privaten Umfeld durchlebt. Schade fand ich hingegen, dass schon zu Beginn von Black Swan eigentlich ein Großteil der Spannung aus dem Film entnommen wurde, da dem Betrachter bereits nach einigen Minuten die komplette Geschichte von “Schwanensee” erzählt wird, die sich in Black Swan auch nahezu genauso auf diese erzählte Weise abspielt. Gegen Ende wirkt die abrupte Steigerung der Spannung zunächst eher verwirrend auf den Betrachter, da man nie genau weiß, was gerade wirklich passiert oder was sich die Protagonistin gerade einmal wieder vorstellt (als Beispiel wären hier die zahlreichen Paranoia zu nennen, die eigentlich völlig unbegründet sind, weil sich die Protagonistin alles nur selbst einredet und so versucht in eine Rolle zu schlüpfen, in der sie zuvor noch keinerlei Erfahrung hatte). Fakt ist jedoch, dass man sich Black Swan in jedem Fall ein 2. Mal ansehen sollte, um wenigstens einen Teil der gegen Ende entstehenden Fragen beantwortet zu bekommen. Denn hat man den Film einmal gesehen und hat gewisse Vorkenntnisse, wer welche Rolle in dem Film einnimmt und wie diese sich mit der Zeit verändert, ist Black Swan um einiges leichter zu verstehen. Die letzten Minuten des Films sind absolut schlüssig und stimmen mit der oben angesprochenen “Story” von Schwanensee absolut überein.

Filme-Blog Wertung: 8/10

8 sterbende Schwäne hat sich der 5 -fach Oscar nominierte Black Swan in jedem Fall verdient, da er eine solide Story besitzt, welche sich wirklich sehen lassen kann. Der Anfang (die ersten 40 Minuten) ist zwar etwas überflüssig und erzählt lediglich etwas über das Leben der jungen Ballerina und von ihrer Familie, sowie ihrer Konkurrentin im Balletttanz, jedoch baut der Film besonders gegen Ende eine sich immer weiter steigernde Spannungskurve auf, die den Betrachter letztendlich sehr an den Film binden kann und in jedem Fall auch immer wieder zum Nachdenken anregt, wofür während des Films leider an besagten Stellen nur wenig Zeit gelassen wird. Abzüge bekommt Black Swan für die wirklich schlechte Kameraführung, die dem Betrachter besonders in den ersten Minuten geboten wird, denn entweder ist die Kamera viel zu nah an der Person dran, oder sie befindet sich hinter der handelnden Person. Die meisten Pluspunkte kann Black Swan dadurch erreichen, dass er ähnlich wie Inception nahezu jeden Zuschauer in seinen Bann ziehen und ihn unglaublich zum Grübeln veranlassen wird. Zur Rollenbesetzung gibt es nicht viel mehr zu sagen als: Perfekt! Die Darsteller sind alle bestens auf ihre Rollen abgestimmt, was nicht zuletzt auch daher kommt, dass beispielsweise Nathalie Portman schon ein Jahr vor Beginn der Dreharbeiten zu Black Swan, mit intensiven Tanz- und Ballettstunden begann, welche sich eindeutig bezahlt gemacht haben.

Info:

Black Swan ist 2011 für 5 Oscars in den Kategorien: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin, Beste Kamera und Bester Schnitt nominiert. Die ersten beiden sind an dieser Stelle sehr gut zu verstehen, wobei sich unser Team jedoch fragt, wieso ein solcher Film für die beste Kamera oder den besten Schnitt nominiert werden konnte. Denn in diesen Kategorien gibt es wirklich so einige Filme, die deutlich mehr zu bieten haben.

Update:

Gewonnene Oscars 2011: Beste Hauptdarstellerin.

Filmfazit:

Black Swan ist einer der wenigen Filme in der heutigen Zeit, der den Zuschauer auch noch Stunden nach dem Betrachten zum Nachdenken anregen wird oder ihn vielleicht sogar dazu bewegt, sich den Film noch ein zweites Mal im Kino anzusehen. Vergessen wird man den Film – nicht zuletzt aufgrund der sehr schön gestalteten Story und der einzigartigen Filmmusik – auf jeden Fall nicht und somit erreicht Black Swan sein Ziel voll und ganz und setzt gleichzeitig auch sehr hohe Maßstäbe, für die künftigen Filme in seinem Genre. Geboten wird hier außerdem eine sehr gute Kombination, des Psycho-Drama- und Horror-Genres. 

Filmtrailer:

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11 Gedanken zu “Black Swan (2011)

  1. Bezüglich der Oscars, verstehe ich so manche Nominierungen nicht. DIe ham da mMn lieber irgendwelche Mainstream FIlme in Kategorien gepackt weil sie diese lieber nominieren als andere net so bekannte ( Ich sag nur The Social Network 13 Nominierungen, habs zwar net gesehen, aber bei manchen kann ich mir das nur schwerlich vorstellen). Zum film selbst kommt auchnoch was, muss den erst fertig gucken.

    • Ok, bin auf den post gespannt, der noch kommt. Bezüglich dieses Kommentars kann ich dir leider auch nur zustimmen, ich habe nämlich ebenfalls keinen blassen Schimmer, was die sich jedes Jahr immer wieder bei solchen Nominierungen denken. Mag sein das es teils auf Mainstream ausgelegt ist, aber mittlerweile weiß ich selbst nicht mehr, was ich noch glauben soll.

  2. Gerade die von dir gepriesene Story fand ich absolut unfantastisch. Fand da Kamera, Musik (!) und vor allem Portmans Darbietung um Welten besser. Die Symbiose aus diesen drei Punkten schaffen eine sehr intensive Atmosphäre. Die Story ist halt nur nett und erfüllt ihren Zweck – ist aber ziemlich nebensächlich. Portmans Tour de Force ist imo durchaus oscarreif und richtig fürchten muss sie sich nur vor …, die Winter’s Bone gerockt hat.

    Zur Oscar Thematik an sich: Ist das eure erste Oscar Verleihung? Anders kann ich mir nicht erklären, wieso ihr überrascht seid, dass die da “eher Mainstream” Filme nominieren. Die Oscars sind eine der mainstreamigsten Veranstaltungen die es gibt. Gerade dieses Jahr ist die Mainstreamdichte allerdings nicht so extrem wie ich finde: Inception und The Social Network (wobei der auch eher weniger für Mainstream Publikum geeignet ist) sind die einzigen Blockbuster dieses Jahr, die restlichen Nominierungen sind fast ausschließlich gute “kleinere” Filme (Black Swan, True Grit, Winter’s Bone, The King’s Speech, Blue Valentine,…)

    • Zu der Story des Films scheint es wieder einmal sehr gespaltene Meinungen zu geben. Ich habe von vielen gehört, sie hätten selten eine bessere Story im Film gesehen und andere fanden selbige einfach nur schwach. Meine persönliche Meinung, welche ich leider nicht zu stark in die Kritik mit einfließen lassen darf ist eher im mittleren Bereich anzusiedeln. Die Musik und Portmans Darbietung hingegen ist top und das steht auch in meiner Kritik! Über die ständige Verwendung einer Handkamera mag man sich auch streiten können, wobei ich sie bei dem Film für eher unangebracht empfinde.
      Jetzt zu den Oscars: Ja es ist unsere 1. Verleihung, den unser Block existiert erst seit Oktober letzten Jahres und somit steht er quasi noch in den Kinderschuhen. Doch ich habe auch in den letzten 3-4 Jahren alle Verleihungen verfolgt und habe dabei den Großteil der Nominierungen einfach nicht nachvollziehen können. Da scheinen mir andere Preisverleihungen (auch wenn ich mir jetzt sicher einige Feinde mache oder unseriös wirke) durchaus besser durchdacht.
      Wir freuen uns natürlich auch weiterhin auf jede hilfreiche Kritik unserer User und bitten hiermit auch um Inspirationen von Filmkennern, welche uns ein paar hilfreiche Tipps geben können. Lg.: Simon Ulm

    • Naja Manuel, die ersten auf die ich mal achte, weil mMn Inception einer der besrten Filme ist. Aber man sieht auch, Das Manche Filme ( Speech udn Network ) für fast alles nominiert sind wos ging…….

    • Schätze mal das dürfte noch eine ganze Reihe dauern bei dem Erfolg der den Film bereits in den ersten Kinowochen feiern kann! Auf jeden Fall sehenswert und definitiv kein Film “nur” fürs Fernsehen!!!

  3. Ich finde der Film ist von der Story ausgesehen sehr sehenswert und die Gestaltung der einzelnen Szenen ist auch gut… Doch der Film hätte meiner Meinung nach z.B. keinen Oscar für die Kamera bekommen sollen denn die war finde ich grotten schlecht:D

    Hey Simon was geht:D

    • Sehe ich ganz genauso und wurde bereits in der Kritik vermerkt. Auch der Schnitt hätte an so manchen Stellen durchaus besser sein können und hat somit eigentlich keinen Oscar für den Besten verdient!

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