Behind The Mask: The Rise Of Leslie Vernon (2007)

Behind The Mask The Rise Of Leslie Vernon

Filmbeschreibung:

Leslie Vernon hat ein Ziel, den perfekten Plan für einen Serienmord an einer Teeniegruppe. Monatelang wird er bei der Planung seines Vorhabens von einem Kamerateam und einer Reporterin verfolgt. Leslie zeigt, was hinter den Kulissen der berühmtesten Serienmorde, wie zum Beispiel denen von Michael Meyers, geschah. Doch nicht nur bei der Planung ist das Team live dabei, auch in der Nacht, als Leslie beginnt seinen Plan zu verwirklichen, schauen die Reporterin und ihr Team nicht weg und sind plötzlich hautnah mit dabei. Doch was Leslie geplant hatte, haben sie sich nie gewünscht. Zum Trailer

Filmkritik:

Behind The Mask zeigt was hinter den Kulissen der typischen Teenie-Survivals wie Halloween oder Freitag der 13. abgeht. Aus der Perspektive eines Kamerateams, sprich der Ego-Perspektive, kann man live mitverfolgen, wie Leslie Vernon, gespielt von Nathan Baesel, seinen Mord an einer Teeniegruppe ins kleinste Detail plant und schließlich durchführt. Doch diese Dokumentation wäre viel zu langweilig, wenn man stupide diesen 08/15 Plan abarbeiten würde, deshalb hat sich Regisseur Scott Glosserman noch eine geniale Wende einfallen lassen, die diesen scheinbaren Dokumentarfilm in einen unterhaltsamen und spannenden Spielfilm verwandelt. Das Geschehen beginnt mit dem typischen Anfang von Blair Witch Project, wobei das Kamerateam im kleinen Örtchen auf der Suche nach Leslie Vernon ist. Sonderlich hochwertig wirkt das ganze nicht und auch das Kamerateam scheint wohl keine sonderlichen Meisterhände zu besitzen, doch dies stört im Grunde genommen gar nicht, sondern verstärkt die Wirkung dieses scheinbaren Amateurdokumentarfilms. Sogar Michael Meyers wird in Behind The Mask namentlich erwähnt und auch Leslie Vernon kennt ihn und auch seine Tricks. Zur Kameratechnik sei gesagt, dass diese aus der Ego-Perspektive ist und damit direkt mit im Geschehen werkelt. Diese typische Perspektive fand erstmals in Blair Witch Project ihren Platz und bewies damals schon, dass durch diese Perspektive das Geschehen wesentlich natürlicher wirkt und der Glaubhaftigkeit dieses Streifens mehr zugetraut wird. Auch in Behind The Mask muss man feststellen, dass diese Perspektive mal wieder richtig überzeugen kann, wobei man sagen muss, dass die Perspektive im hinteren Teil des Streifens an Bedeutung verliert und man regelrecht den Umschwung von Dokumentarfilm zum Spielfilm spüren kann. Der abrupte Spannungsanstieg und das ansteigende Tempo in Behind The Mask ist ebenfalls deutlich gegen Ende spürbar. Auch der schwarze Humor kommt in Behind The Mask nicht zu kurz und es wird berichtet wie schwer es doch sei, hinter den schreienden Teenies hinterher zu rennen, ohne dabei angestrengt zu wirken. Eine interessante Perspektive wird hier geboten und auch der andere Blickwinkel lässt doch den einen oder anderen Aha-Effekt aufkommen. So aber nun ein paar negative Punkte zum Film, denn die ewig wirkende Dokumentation ist zu Beginn alles andere als schnell und schleppt sich eher nur müde mit typischen Informationen über Dorf und Leslie Vernon dahin, es dauert demnach eine ganze Weile, bis wirklich Action ins Geschehen kommt. Empfehlen kann ich Behind The Mask aber auf jeden Fall und ich denke, dass Horror-Fans hier keineswegs enttäuscht werden, sondern einfach mal aufgeklärt sind, was sich eigentlich hinter den Kulissen ihrer Lieblingsfilme so abspielt.

Filme-Blog Wertung: 7/10

Ein Tutorial zu einem Teeniebackwoodslasher. Man muss Behind The Mask wirklich zustimmen, dass dies eine originelle Idee ist und trotz des immer wiederkehrenden Konzepts dennoch nicht ermüdend wirkt. Der um 180° gedrehte Blickwinkel sorgt für genügend Abwechslung, was zudem von der Ego-Perspektive unterstützt wird. Leider kann der Streifen anfangs recht ermüdend sein und es vergeht die Lust und die damit verbundene Konzentration. Daher sieben von zehn Killer-Sternchen für einen sonderbar interessanten Dokumentarfilm, der möglicherweise durch seine harten Akzente nicht jedermanns Sache ist, doch allein für ‘Fans’ von Filmen wie Wrong Turn, Freitag der 13., Halloween usw. dürfte Behind The Mask eine unterhaltsame Abwechslung sein.

Anspielungen:

Behind The Mask setzt sehr viele Anspielung auf bisherige Tenniekiller-Streifen, die sich bei genauerer Betrachtung enttarnen lassen. Wie zum Beispiel die drei Mädchen auf dem Schulhof (A Nightmare on Elm Street). Doch es lassen sich auch noch mehr Hinweise finden.

Filmfazit:

Schwarzer Humor, ein Blick hinter die Kulissen und überzeugende Darsteller sind die Hauptmerkmale von Behind The Mask. Doch auch für Fans von Blair Witch Project und REC dürfte dieser Streifen eine angenehme Abwechslung sein.

Filmtrailer:

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Ein Gedanke zu “Behind The Mask: The Rise Of Leslie Vernon (2007)

  1. Gerade hab ich erfahren das es ein Sequel geben soll… Bin mal gespannt was da auf uns zukommt, den ersten Teil konnte man sich durchaus gut anschauen… Arbeitstitel für das Sequel wird wohl: Before The Mask: The Return of Leslie Vernon.

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