Alligator X (2012)

Jurassic Predator

Filmbeschreibung:

Irgendwo im Sumpf lauert die Gefahr. Schon seit Tagen werden Personen vermisst und es werden von Woche zu Woche mehr. Irgendetwas muss faul sein an der ganzen Sache, denkt sich nun auch der Sheriff und stellt in besagtem Gebiet seine Nachforschungen an. Schnell ist der Auslöser des Problems ausfindig gemacht, denn in dem Sumpf treibt eine mutierte Alligatorkreatur ihr Unwesen und frisst eine vermisste Person nach der anderen auf. Doch irgendwer scheint die Bestie im Griff zu haben, ja er scheint sie gar großgezogen zu haben. Für den Sheriff und seinen Hilfscop heißt es also: Das Sumpfgebiet von vorne bis hinten auf die Beine stellen und den potentiellen Mörder ausfindig machen. Dabei ist der Killer längst kein Fremder für den Sheriff und seinen Gehilfen, sondern steht ihnen näher als anfangs gedacht… Zum Trailer

Filmkritik:

Ohman, waren das wirklich nur 90 Minuten?? Kam mir auf jeden Fall um einiges länger vor, denn Alligator X zieht sich wirklich wie Kaugummi und kommt dabei einfach nicht zum Ende. Selten habe ich bisher einen Film gesehen, der schon nach gut fünf Minuten völlig aufs Trockene läuft und der sich von seinen Spannungseinbußen im weiteren Verlauf nicht mehr erholt. Angefangen bei der völlig unnötigen und ziemlich preiswert in die Tat umgesetzten Story, bis hin zu Schauspielern, die unterirdischer oft nicht sein könnten, geht bei Alligator X wirklich alles in die Hose. Auch atmosphärisch gesehen bietet der Film nun wirklich keine Besonderheiten und etwas seltsam dürften dem einen oder anderen Betrachter hier auch ganz bestimmt die Wechsel der Tageszeiten vorkommen. Im einen Moment knallt noch die Sonne auf die Köpfe der minder begabten Darsteller und schon in der nächsten Sekunde hat man Schwierigkeiten, den Sumpf zu erkennen, weil es plötzlich und unerwartet stockfinster geworden ist. Die Dialoge können in Alligator X leider ebenfalls keine Abhilfe mehr schaffen. Was anfangs noch gute 20 Minuten voller leerer Worte sind, artet im weiteren Filmgeschehen zu noch viel sinnloseren und abstrakteren Formen der Unterhaltung aus. Steigerungsbedarf ist hier durchgehend vorhanden und das egal wohin man nur schaut. 70 Minuten Laufzeit hätten es bei Alligator X sicher auch getan und damit wäre vermutlich auch jeder potentielle Käufer bereits etwas vorsichtig geworden und hätte den Film erstmal wieder zurück ins DVD-Regal der Videothek gestellt, um sich nach einem etwas anspruchsvolleren Streifen umzusehen. Verzweifelt versucht hat man scheinbar letztlich noch ein paar Minuten die gelangweilte Stimmung zu wahren, in dem man einfach noch ein paar Elemente anderer Genres in Alligator X untergebracht hat. Die Mühe, sich den richtigen Platz für besagte Lückenfüller zu suchen, hat man sich dann allerdings gespart und so fällt die kleine Lovestory zusammen mit fieser Verschwörungs-Rache-Aktion und einigen unbezahlbaren Augenverdrehern beim Anblick des stümperhaft animierten Urzeitmonsters. Wirklich gut, dass Alligator X dann nach unfassbar langen 90 Minuten doch noch sein Ende gefunden hat und auch wirklich eine Erleichterung für mich, mit dieser Kritik endlich abschließen zu können.

Filme-Blog Wertung: 1/10

Hört sich doch alles perfekt an, um bei Alligator X einfach zu entspannen und vielleicht sogar nebenher ein kleines Nickerchen zu machen, oder? Naja, ehrlich gesagt ist der Film sogar zum Einschlafen noch ein Stück zu langweilig und mal abgesehen von einem lachhaften Urzeitmonster und einigen billigen Explosionen gibt es hier kaum noch etwas Erwähnenswertes zu sehen. Somit gibt es letztlich mit zwei zugedrückten Augen noch einen Alligatorstern für Alligator X. Etwas enttäuschend war ganz nebenbei erwähnt auch die schauspielerische Leistung von Mark Sheppard, den wir ja bereits aus der TV-Serie Supernatural kennen und der in Alligator X leider auf ganzer Linie kläglich versagt und durch seine unterirdische deutsche Synchronisation noch schlechter dargestellt wird, als er es eigentlich ist. Die Storyline ist billig, die Atmosphäre unglaubwürdig und die Animationen setzen der ganzen Geschichte von Alligator X letztlich die Krone der Lächerlichkeit auf. Trash vom Allerfeinsten erwartet hier auch den Liebhaber sinnloser und unterschwelliger Filme. Da ist ein kleiner Mitleidsstern für Alligator X nun wirklich genug des Guten.

Filmfazit:

Das große böse Alligatormonster stirbt an einer Dynamitstange im Rachen. Doch natürlich ist der Film damit nicht vorbei, denn es befinden sich ja noch eine Hand voll Eier auf dem Grund des Sumpfes. So, das war das Ende von Alligator X…. Lasst die Finger von dem Streifen, ihr wisst schließlich jetzt das Wichtigste!

Filmtrailer:

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5 Gedanken zu “Alligator X (2012)

  1. Mal ehrlich, was will man von einem B Movie wie sie immer wieder auf Tele 5 zu sehen sind erwarten, low Budget gleich low Qualität. Alleridngs gibt es dafür einen Markt sonst würden diese Streifen nicht produziert und für Fans des Genres ist dieser Film definitiv ein muss. Für uns High Quality Streifen Liebhaber ist dieser Film nichts……da gebe ich der Kritik uneingeschränkt Recht.

    • Ja, wer auf schlechte Filme steht kann sich Alligator X wirklich gerne mal antun, aber ich denke das war es dann auch schon wieder und man wird enttäuscht aus dem Fernsehsessel aufstehen und sich letztlich doch auf die Suche nach etwas Besserem begeben^^

  2. B-Movies sind sehr wichtig! Sie fördern Nachwuchsregisseure, Scriptwriter und Schauspieler.
    Jeder fängt mal klein an. Die Pioniere des Films wie George Lucas, Steven Spielberg, Ridley Scott etc..pp, sind auch schon in die Jahre gekommen.

    • Ich habe ja echt ein Herz für den Untergrund. Egal, ob Musik, Malerei oder eben Film, alles was irgendwie von leidenschaftlichen Fans geschaffen wurde, dafür breche ich gerne schon mal eine Lanze. Alligator X ist aber eine jener Produktionen, die die Videotheken allmonatlich zu dutzenden überschwemmt und nur für den schnellen Euro produziert sind. So’n bisschen wie’s Dschungelcamp für DVD- und Tierhorrorliebhaber; absolut überflüssig.
      Low Budget Streifen dieser Machart sind in gewisser Weise ekliger als die Blockbuster im Stile eines Fluch der Karibik aus Hollywood; da weiß man wenigstens, dass die nur gedreht wurden, um den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen. Genauso wie die B-Movies von The Asylum, die sich immer an einen aktuellen Kinohit orientieren; dass kann für den B-Movie-Fan ganz lustig sein, aber auch der merkt spätestens bei nem Veröffentlichungsrhythmus von vier Filmen pro Monat, welch kreativer Kopf dahinter steckt.
      Spielbergs Jaws mag von der Machart her genauso ein billiger Trash sein wie Alligator X (oder Jurassic Predator oder Predator X USA…), aber er hat etwas, was Amir Valina seinen Filmen nie einhauchen wird, eine Seele.

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