Adventureland (2009)

Adventureland

Filmbeschreibung:

Erst von der Freundin verlassen und dann erfahren, dass die reichen Eltern plötzlich keine Kohle mehr haben. Genau dieses Schicksal trifft James, welcher sich auf einer Eliteuniversität eingeschrieben hat, aber nun die Aufnahmegebühren nicht mehr bezahlen kann. Kurz und knapp, er muss sich einen Job suchen, doch egal wo er sich bewirbt, keiner will ihn einstellen. Als letzten Ausweg beschließt er, in einem Vergnügungspark, dem Adventureland, um einen Aushilfsjob zu bitten. Obwohl ihn die Arbeit offensichtlich nervt, findet er trotz allem schnell neue Freunde, besonders aber sticht ihm die zauberhafte Emily ins Auge. Als diese dann eine Hausparty schmeißt, kommen sich die beiden näher, doch der Schein trügt, denn Emily trägt ein wohlbehütetes Geheimnis mit sich. Als dieses allerdings ans Licht kommt, droht alles kaputt zu gehen… Zum Trailer

Filmkritik:

Okay, der Film heißt Adventureland, jeder denkt sich nun, dass es ja wohl hauptsächlich um den Vergnügungspark geht – falsch gedacht. Alles beginnt zwar im Adventureland, Freundschaft, Drogen, Liebe, Sex, Streit, Eifersucht, doch nichts hat wirklich etwas damit zu tun. Dazu kommt, dass man relativ schnell merkt, dass der Film mehrere Genres abklappern möchte, denn die Protagonisten haben alle ihre ganz eigenen Probleme und finden trotzdem alle irgendwie zueinander. Für mich haben die Genres unterschiedliche Gewichte. Meiner Meinung nach ist der Streifen hauptsächlich ein Drama, gefolgt von einem kleinen Einspann, der was mit Liebe und Verliebtsein zu tun hat und letztlich einem Krümel Humor, doch das ist keinesfalls schlimm, denn durch diese Konstellation beginnt Adventureland zu leben. Der Film strahlt vor allem durch seine Hauptfiguren, welche von Kristen Stewart (Panic Room, Jumper, Twilight, Breaking Dawn, The Messengers, Snow White and the Huntsman) und Jesse Eisenberg (The Social Network, Zombieland, 30 Minuten oder weniger) verkörpert werden und es schaffen den Zuschauer in ihre Welt zu entführen. Doch auch die anderen Darsteller waren eine gute Wahl und schaffen es, ihre Rolle ausdrucksvoll zu interpretieren. Was allerdings während dem Anschauen mit jeder Minute verloren geht, ist die Beziehung zwischen James und seinen Eltern, was ich persönlich als sehr schade empfinde, denn es wirkt am Anfang so, als stünden diese sich sehr nahe. Trotz allem punktet Adventureland mit einigen Szenen, mit denen man als Betrachter ja vielleicht selbst schon einmal vertraut gemacht wurde, denn gerade das schlampige Auftreten von Lisa P. oder auch die Zerrissenheit Emilys nach ihren diversen Fehltritten im Leben, kommen sicher dem einen oder anderen Zuschauer auch aus dem eigenen Leben bekannt vor. Zwar decken die Charaktere somit die stereotypischen Teenager-Vorurteile ab, überzeugen aber dennoch mit großer Authentizität und einem hohen Wiedererkennungswert. Die Dialoge sind zudem nicht ganz 08/15 mäßig gehalten worden, sondern besitzen durchaus ein gewisses Maß an Tiefe, welches Adventureland letztlich sogar noch zu einer leicht überdurchschnittlichen Wertung verhilft.

Filme-Blog Wertung: 7/10

Adventureland hat sich dennoch eher schlechte sieben von zehn Sternen verdient, der Film schafft es seine Zuschauer zu begeistern und ins Geschehen zu entführen. Trotz allem erinnert der Streifen an, naja, fast jeden zweiten Teenie-Film und ihm fehlt irgendwie der gewisse Pepp, denn die Konstellation, welche Adventureland aufweist, ist einfach mal wieder nichts Neues. Also hat der Streifen auch die üblichen kleine Mängel, welche ich hauptsächlich in der Kritik schon erwähnt habe. Was ich allerdings sehr schön gemacht finde ist, dass die Musik oft mit der Stimmung der Protagonisten mitfühlt. Adventureland schafft es einen beim Betrachten zu fesseln und man fühlt einfach mit den Personen mit. Der Film hat es sich und seinen Darstellern keinesfalls einfach gemacht und versucht durch möglichst viele Probleme der einzelnen Personen zu glänzen, was auch ziemlich passabel umgesetzt wurde und gelingt. Er wird beim Anschauen einfach nicht langweilig, da den Zuschauer immer wieder etwas Neues reizt und auch die einzelnen Charaktere sich teilweise stark wandeln, was ihre gewohnten Handlungsweisen angeht. Insbesondere Emily kann trotz ihrer anfänglichen Intrigen an James ein ganzes Stück weit die Sympathie der Zuschauer erlangen und erregt im späteren Verlauf des Films sogar noch Mitleid, wenn man ihr dabei zusehen muss, wie sie ihr Leben durch wenige Entscheidungen von Grund auf neu gestalten muss. Alles in allem also eine kleine Filmempfehlung, da sich Adventureland recht gut von den standardmäßigen Teenie-Liebesfilmen abhebt, die lediglich auf die Sex sells Schiene setzen und mit viel nackter Haut zu überzeugen versuchen.


Filmfazit:

Adventureland ist ein gelungener Teenie-Film, welcher viele Probleme eines jungen Studenten gut darstellt und es trotz einiger Schwächen in Sachen Spannung schafft, den Zuschauer für sich zu gewinnen. Das Geschehen ist zwar nichts Neues, wird durch einen sympathischen und überzeugenden Cast allerdings deutlich von anderen 08/15 Teenie-Filmen abgegrenzt.

Filmtrailer:

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